„Hätte ruhiger Nachmittag werden können“

„Hätte ruhiger Nachmittag werden können“

„Hätte ruhiger Nachmittag werden können“

Aufatmen beim FC Frankenwald 2. Nach guten Leistungen, aber wenigen Punkten, konnte die Truppe von Christoph Wirth beim 1:0-Auswärtssieg in Waldstein einen eminent wichtigen Auswärtssieg feiern. Das ist noch kein Garant dafür, das „Abenteuer Kreisklasse“ erfolgreich zu bestehen, nährt aber die Zuversicht.

Von Hans-Jürgen Wunder

Rein fußballerisch ist Christoph Wirth nicht unzufrieden. „Wir haben gezeigt, dass wir bis auf zwei Ausnahmen in der Kreisklasse ganz gut mithalten können“, meint der Trainer des letztjährigen A-Klassisten. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Immerhin war man im letzten Jahr der Meinung, dass die A-Klasse die ideale Liga sei und nach dem 2. Tabellenplatz und der Möglichkeit, direkt aufzusteigen, musste man erst beratschlagen, ob man das Wagnis eingehen möchte. Bisher hat man das sicher bereut, obwohl man zwar auf keine Neuzugänge hoffen durfte. „Die vier Leute, die gekommen sind, haben sich alle in der Ersten festgebissen. Und wenn wir dann Jungs von oben bekommen, sind die mit dem Kopf oft nicht richtig dabei“, benennt er ein weit verbreitetes Problem bei Reserveteams.

Fahrlässige Chancenverwertung

„Es hätte eigentlich ein entspannter Nachmittag werden können, wenn wir unsere Chancen gemacht hätte“, berichtet der 33-Jährige vom Reservetreffen am Sonntag in Waldstein. Bis in die Schlussphase blieb es beim torlosen Remis, bis Brian Weiß dafür sorgte, dass der Puls des Trainers langsam nach unten ging. „Es war ein schöner Pass in die Gasse und am Ende musste Brian die Kugel nur noch reinschieben.“ Das sorgt im Frankenwald erst einmal für Erleichterung. Denn vorher hatte der Neuling oft nicht schlecht gespielt, aber zu wenige Zähler gesammelt. „Da waren drei richtig starke Vorstellungen dabei. In Gefrees wäre ein Punkt sicher verdient gewesen und beim 2:2 gegen Münchberg haben wir einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt und fast noch den Siegestreffer geschafft. Bitter war dann die Partie gegen Geroldsgrün, als wir in der Nachspielzeit noch die beiden entscheidenden Tore kassierten.“ Natürlich gab es aber richtige Klatschen wie in Selbitz, als man von großen Personalsorgen geplagt war und der FC-Gesamtkader von 68 Mann an diesem Wochenende auf nur 24 wackere Kämpfer geschrumpft war. „Ich mache auch meinen Urlaub, aber dass alle Leute zur gleichen Zeit losfahren, war eine Katastrophe“, stöhnt der Trainer. Dass man dann in Schauenstein beim 0:7 böse unter die Räder kam, hatte aber ganz andere Gründe. „Ein rabenschwarzer Tag, an dem nichts gelungen ist. Wir hatten es aber auch mit einem starken Gegner zu tun.“

Gerüst steht

„Derzeit bilden etwa acht oder neun Mann den Kern der Mannschaft“, berichtet Wirth. Bisher ist der Kreisklassist auch weitgehend von Verletzungen verschont geblieben. Nur Mehmet Can Özdemir war gleich in der ersten Partie auf die Schulter gefallen und muss sich einer Operation unterziehen. Jetzt hofft der Reservecoach, dass man den Schwung des Auswärtssieges nutzen kann und zudem in einem Mannschaftsteil noch zulegt. „Sicher haben wir mitunter auch etwas Lehrgeld bezahlt. Aber wir könnten noch mehr Punkte haben, wenn die Chancenverwertung etwas besser wäre. Saisonziel bleibt aber weiter der Klassenerhalt“, meint der Trainer, der in der Winterpause über seinen Verbleib als Coach der Zweiten reden möchte. Von der Mannschaft gab es bislang positive Zeichen. Und jetzt ist man mit dem Dreier dem Ziel wieder ein Schrittchen nähergekommen. „Für uns wäre der Ligaverbleib genauso hoch wie der Aufstieg zu bewerten.“

Quelle: www.anpfiff.info
Hans-Jürgen Wunder

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