Frankenwald 2 behauptet sich: Wirth: „Die Abstiegsregelung ist übertrieben“

Frankenwald 2 behauptet sich: Wirth: „Die Abstiegsregelung ist übertrieben“

Frankenwald 2 behauptet sich: Wirth: „Die Abstiegsregelung ist übertrieben“

Die Bilanz von Aufsteiger FC Frankenwald 2 kann sich durchaus sehen lassen, der mit 18 Zählern auf dem rettenden Ufer überwintert. Doch erreicht ist noch nichts und in der Rückrunde erwartet das Team von Christoph Wirth gleich ein heißer Tanz – dem der FC-Coach mit einer gewissen Zuversicht entgegensieht.

Von Hans-Jürgen Wunder (www.anpfiff.info)

Gerade einen Zähler trennt die Wirth-Elf vom ersten Relegationsplatz Richtung A-Klasse, auf dem derzeit die SG Selbitz/Lippertsgrün überwintert. Und genau gegen diese Mannschaft geht es im zweiten Rückrundenspiel, wenn man Ende März in Grafengehaig die Klingen kreuzt. Dabei könnte alles so entspannt für die Kreisligareserve sein, wenn es – wie in den anderen Kreisklassen – nur einen Direktabsteiger und einen Relegationsteilnehmer gäbe. Tut es aber nicht – zwei Teams müssen direkt runter, zwei können ihr Glück in den Ausscheidungsspielen versuchen. „Ich halte diese Regelung für übertrieben“, reiht sich Christoph Wirth in den Chor der Kritiker ein. Aber es nützt nichts. Nach der Winterpause beginnt für ihn und seine Mannschaft der Kampf um das sportliche Überleben in dieser Liga.

Harte Sommermonate

Den Start in die neue Liga hätte sich Christoph Wirth etwas anders vorgestellt. „Natürlich ist da Urlaubszeit. Aber es kann ja nicht sein, dass gleich fünf oder sechs Mann wegfahren. Das ist für jede Mannschaft schwer zu verkraften.“ Um die Partien trotzdem durchführen zu können, musste der Trainer bei Routiniers, die sich inzwischen der Altliga angeschlossen hatten, „bitten und betteln“. Auch deshalb gab es erst in der vierten Partie den ersten Sieg und nach den drei deutlichen Niederlagen gegen Froschbachtal, Schauenstein und in Selbitz sah es nicht sonderlich rosig aus. „Diese drei Begegnungen haben mich richtig sauer aufgestoßen. Das war eine richtig schwierige Phase“, gesteht der 33-Jährige. Umso wichtiger war der Sieg beim FC Waldstein 2 mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse. „Da waren wir richtig fokussiert und haben viel Geduld bewiesen. der Dreier war absolut verdient“, freut er sich über das knappe 1:0. Kurz darauf konnte sein Team sogar eine kleine Erfolgsserie starten, als man vier Spiele ungeschlagen blieb. Und auch der 4:1-Sieg im Schlüsselspiel gegen Gefrees/Streitau bereitete ihm viel Freude. „Das war ein geiles Kreisklassenspiel, bei dem der Gegner richtig Pech hatte. Wir konnten hingegen unsere Chancen eiskalt nutzen.“ Freilich gab es am Ende noch einen kleinen Dämpfer, denn beim 1:6 in Münchberg musste man am Eisteich die Überlegenheit des Gegners klar anerkennen.

Unbeschriebenes Blatt

Etwas unverhofft haben die Frankenwalder mit Lucio Campora einen Neuzugang aus Argentinien bekommen. „Er nimmt an dem Programm „travel and work“ teil und ist ein richtig guter Mann, der uns defensiv verstärken wird. Er kann Innenverteidiger oder Sechser spielen, das Spiel lesen und auch die sprachliche Barriere ist kein Problem. Zur Not kannst du ihn auch vorne reinstellen.“ Weiter hofft man, dass es wie in der Hinrunde kaum Verletzungen geben wird. „Wir werden die Vorbereitung gemeinsam mit der Ersten absolvieren und auch die Testspiele gemeinsam bestreiten“, sagt Wirth, der weiter auf die gute Zusammenarbeit mit Chefcoach Fabian „Alu'“ Rauh baut und gemeinsam mit ihm um ein weiteres Jahr verlängert hat. Im Hinblick auf die nächsten Monate bringt er eine gesunde Portion Optimismus im Abstiegskampf mit. „Ich glaube, wir haben eine ganz gute Ausgangsposition, um es zu schaffen.“

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